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Meine Eindrücke der Schuleinweihung in Äthiopien!

Was mir schon vorher klar war, ist, dass unsere Reise zur Schuleinweihung vom 21.01. – 28.01.2013 nicht nur körperlich, sondern vielmehr eine emotionale Herausforderung wird. Was ich gelernt habe ist, dass jede Erwartung, die ich hatte nicht besser oder schlechter erfüllt wurde, sondern grundlegend ANDERS!

Die lange Anreise von Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, in der wir auch gelandet sind, zog sich über zwei Tage hin in das Gästehaus der Stiftung Menschen für Menschen (MfM) nach Metu. In Metu ist das Zentral-Büro für die Verwaltung der Projektregion Illubabor – eine von 10 Projektregionen, die MfM betreut. Von dort aus war es dann am Tag der Schuleinweihung nur noch eine einfache Fahrt von ca. 2 Stunden -ausschließlich über Schotterpisten- nach Derba, dem kleine Dorf im Südwesten des Landes, in dem die Schule mit Unterstützung der Spendengeldern aller Familotel Gäste aus 2011/12 erbaut wurde.

Ich habe während und nach meiner Zeit in Äthiopien lange nach Worten gesucht, die das Erlebte beschreiben können. Aber es blieb mir nur: Unbeschreiblich. Die Menschen in Derba haben uns unglaublich herzlich empfangen und die Einweihung der neuen Schule in einer bewegenden Feier zelebriert. Mit so viel Engagement und Herzblut, dass man ohne die Sprache zu verstehen einfach gespürt hat, wie dankbar und glücklich diese Menschen dort sind.

Zunächst durfte ich ganz offiziell zusammen mit Axel Haasis, dem Geschäftsführer von MfM Deutschland, das Band durchschneiden und wir sind zu einem Schild gelaufen, das an der Schule angebracht war und haben es „enthüllt“. Danach haben wir zwei Schulklassen in deren neuen Unterrichtsräumen besucht und mit den Schülern gesprochen. Ein Mädchen hat mir auf Englisch erzählt, dass es jeden Tag 8 km einfach zur Schule läuft. Und sie tut das gerne und ist stolz darauf, dass sie zum Unterricht gehen kann, um so den ersten Schritt in eine bessere Zukunft für sie und ihre Familie zu unternehmen. Und ein Junge hat mir ganz stolz erzählt, dass er später mal Lehrer werden will. Da war auch sein Lehrer ziemlich stolz. Alle waren so herzlich und haben nach den ersten schüchternen Momenten ihr Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Die Sprache, die wohl jeder Mensch versteht!

Anschließend durften wir uns unter ein kleines, extra aufgebautes Zeltvordach setzen und wurden erst mal mit Äthiopischem Kaffee versorgt, bevor verschiedenen Ansprachen gehalten wurden, die uns von Yeshi, der Projektleiterin aus Illubabor auf Englisch übersetzt wurden. Der Landrat, der Ältesten-Rat, die Direktorin und die Vertreter der Schulbehörden.

Letztendlich durfte ich auch zusammen mit Axel Haasis ein paar Worte an die Dorfgemeinschaft richten. Aber zuvor haben wir noch Geschenke überreicht bekommen. Für mich war es eine Landestracht; ganz in weiß. Natürlich habe ich die gleich übergezogen, was mit heftigem Beifall für gut befunden wurde. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem wir noch viel mehr über das Leben der Menschen auf dem Land und vor allem über die neue Schule erfahren haben, kann ich nur festhalten, dass die Umstände einfach unvergleichbar sind. Richtig deutlich wurde uns das, nachdem wir auch noch die alten Schulräume angeschaut hatten, die gegenüber noch standen.

Die Zeit der Fahrt zurück ins Gästehaus nach Metu hat lange nicht ausgereicht um die Eindrücke setzen zu lassen. Aber eines wusste ich am Abend: Es war ein unvergesslicher Tag!

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