Wenn der Chef die Kinderbetreuung bezahlt

Kinderbetreuung – wenn der Chef bezahlt

Die Übernahme der Kosten für Kinderbetreuung durch den Arbeitgeber ist steuer- und sogar sozialabgabenfrei.

Kinderbetreuung. Das neue Kindergartenjahr hat vielerorts bereits begonnen oder steht in den Startlöchern. Nachdem die ersten „Trennungs-Tränen“ getrocknet und ihr als Eltern den Schock über den ersten Kinderbetreuung Beitragsbescheid verdaut habt, gilt es nach Lösungen zu suchen. Eine neue „Geldquelle“ könnte der Arbeitgeber sein, der auf diese Weise auch gleich noch etwas für das Firmenimage (= Employer Branding) unternimmt.

Arbeitgeber haben nämlich die Möglichkeit, Kosten für die Kinderbetreuung (Unterkunft und Verpflegung des Mitarbeiternachwuchses) zu übernehmen: lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Das gilt für alle nicht schulpflichtigen Kinder in Kindergärten und vergleichbaren Einrichtungen.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme der Kinderbetreuung

Voraussetzung ist, dass die Zahlungen zusätzlich zum fälligen Arbeitsentgelt fließen. Zuwendungen des AG an einen Kindergarten, durch die er für die Kinder seiner Mitarbeiter ein Belegungsrecht ohne Bewerbungsverfahren und Wartezeit erwirbt, sind euch als Arbeitnehmer nicht als geldwerter Vorteil zuzurechnen. Im Klartext: es werden also keine Steuern darauf fällig! Dabei spielt es lt. Gesetzgeber keine Rolle, ob der nicht schulpflichtige Nachwuchs in betrieblichen oder außerbetrieblichen Einrichtungen untergebracht und betreuut werden. Das Gesetz nennt „vergleichbare Einrichtungen“ wie

  • Schulkindergärten,
  • Kindertagesstätten,
  • Kinderkrippen,
  • Tagesmütter,
  • Wochenmütter und
  • Ganztagespflegestellen.

Wichtig ist nur, dass die Einrichtung zur Unterbringung und Betreeung von Kindern geeignet ist. Eine Betreuung im eigenen Haushalt (z.B. Kinderpflegerin, Haushaltshilfe) bringt nicht die erhoffte Steuervergünstigung. Das gilt auch für Leistungen, die nicht direkt etwas mit der Betreuung zu tun haben. Das sind z.B. Fahrtkosten zur und von der Kinderbetreuung.

Schulpflichtig – ja oder nein?

Ob Kinder schulpflichtig sind, richtet sich nach den landesrechtlichen Schulgesetzen. Einfach ausgedrückt: solange der Nachwuchs noch nicht eingeschult ist, gilt die Steuervergünstigung auf jeden Fall. Dies gilt auch für Kinder, die bereits sechs Jahre alt und damit grundsätzlich schulpflichtig, aber – z.B. aus gesundheitlichen Gründen oder wegen fehlender Schulreife – vom Schulbesuch zurückgestuft sind. Auch für diese Kinder sind die Kosten für Kinderbetreuung steuer- und sozialabgabenfrei.

Werden Firmenbeteiligungen nicht direkt an die Einrichtungen, sondern an die Beschäftigten ausbezahlt, so gilt: die Zahlungen sind nur sozialabgaben- und steuerfrei, wenn dem AG die zweckentsprechende Verwendung nachgewiesen wurde.

TIPP

Auf die Höhe der an die Kinderbetreeung bezahlten Unterbringungskosten kommt es nicht an. Die Beteiligung eines Arbeitgebers an den entsprechenden Aufwendungen seiner Angestellten ist auch bei relativ hohen Beiträgen in jedem Fall steuerfrei. Übrigens: nicht steuerfrei aber im Urlaub immer willkomen, die Familienhotels mit Kinder-Rund-um-Betreuung von Familotel. Und beliebt bei  Institutionen der Kinderbetreeung unsere Aktion „Familotel erfüllt Kinergartenwünsche“.

Weiter Informationen im Internet auf Gehalt.de und mit der Suchphrase „Zuschuss Kinderbetreuung“.

One thought on “Kostenübernahme für Kinderbetreuung

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