Salto Vitale Circus Roncalli

Circus Roncalli .::. Salto Vitale 2016

Mit Poesie und Phantasie: Kult Circus Roncalli kommt 2016 zu Ihnen

Es werde Circus! Über 19 Millionen Menschen haben sich schon von ihm verzaubern lassen, 40 Jahre gibt es ihn inzwischen, er ist Kult in Europas Metropolen – jetzt kommt der legendäre Circus Roncalli erstmals u. a. nach Saarbrücken. Vom 9. bis 20. März gastiert das von den Wienern Bernhard Paul und André Heller 1976 gegründete poetische Circustheater auf dem Festplatz Saarterrassen.

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Für das Geburtstagsprogramm „Salto Vitale“ bringt Prof. Bernhard Paul bisherige Roncalli Show Höhepunkte und außergewöhnliche junge Talente zusammen und präsentiert ein „Best of“ des erfolgreichsten Circus Europas:

Salto Vitale ist, wie alle unsere Inszenierungen, ein Gesamtkunstwerk, in dem Ambiente, Atmosphäre und Artisten perfekt zusammenwirken“,

sagt der Direktor und Regisseur. Roncalli gilt als „Erneuerer der Circuskunst“ (ZEIT) wie auch als „Europas meistbewunderter Circus“ (Herald Tribune Washington ) und sieht seine Programme als Gegenentwurf zu einer sich immer schneller drehenden Welt mit ihrer Reizüberflutung. Als Gesamtkunstwerk beschert Roncalli verzaubernde Momente in einem märchenhaften Ambiente mit nostalgischem Flair und einer bühnenreifen Manegen Inszenierung. Der Circus wie aus dem Märchenbuch entführt für gut zwei Stunden aus dem hektischen Alltag in die Welt der Poesie. Angst vor wilden Tieren muss man hier nicht haben. Es gibt keine bei Roncalli.

Ein Fest für alle Sinne: aufregend, authentisch, außergewöhnlich

Was erwartet die Besucher von Salto Vitale neben einem liebevoll inszenierten Programm mit besonderen Künstlern für ein besonderes Publikum? Vor dem Weg ins prunkvolle Chapiteau empfangen zauberhafte Feen die Gäste mit einem gemalten Herzchen auf der Wange – oder einem roten Farbklecks auf der Nase. Die Musik spielt ganz technofrei, es duftet ganz natürlich nach Popcorn, gebrannten Mandeln und Zuckerwatte. Im Zelt erfährt das olfaktorische Erlebnis eine weitere Dimension durch das klassische Circus-Parfum: Sägemehl und Pferde fehlen auch bei „Salto Vitale“ nicht. Dann beginnt das Fest für Sinne: Mit sicherer Spürnase haucht Regisseur Bernhard Paul zwischen Schnörkeln, Schmiedeeisen und Holzschnitzereien, Purpur und Gold seinem jüngsten Circuskind echtes Roncalli Flair ein.

Flötentöne, brennende Luft und fliegende Kleider: Circus Roncalli

Zurücklehnen, lachen, staunen, sich mitnehmen lassen in die wunderbare Welt der Circuskünste – das ist die Rolle, die hier den Zuschauern zugedacht ist. Sie können was erleben! Weiten Raum nimmt in jedem Roncalli Programm die Komik ein. Mit dem russischen Urgestein Sergej Maslennikov, dessen Jonglage mit einer halben Orchesterausrüstung ebenso legendär ist wie sein Stepptanz, und dem deutschen „Flötenmann“ Gabor Vosteen sowie den legendären Clowns „Les Rossyann“ sind bereits wichtige Positionen in Sachen Lachen Machen besetzt. Hinzu kommt – mit viel Spaß an der Freud‘ – mit Konstantin Mouraviev ein Rhönradkünstler, der die gute Laune gepachtet hat. Und knisternde Sinnlichkeit mit Ambra & Yves im Circushimmel. Allzu viel soll nicht verraten werden. „Roncalli muss man gesehen und gespürt haben“, weiß Direktor Paul. Dass er allerdings nur allerbeste Akrobaten und Artisten verpflichtet wie etwa die Handstandköniginnen Alexandra & Kelly , einen fliegenden Kleiderwechsel in Rekordzeit mit dem Duo Minasov oder die wunderschönen Pferde der Saabel Family – und zudem ein starkes Orchester spielen und ein eigenes Ballett tanzen lässt, ist kein Geheimnis. In Roncallis Programmen sieht man keine Wildtiere, Pferde – und aktuell Hunde – gehören jedoch dazu, wenn es gilt, eine Brücke zwischen Circustradition und –Moderne zu schlagen.

Circus Roncalli

Circus Roncalli mit Salto Vitale auf Tournee

Nordrhein-Westfalens Kulturbotschafter fährt zweigleisig

Circus Roncalli’s Ruf ist legendär. Der spätere Bundespräsident Johannes Rau ernannte den Circus in seiner Amtszeit als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zum „Kulturbotschafter des Landes“ und schickte ihn schon 1986 als ersten westlichen Zeltcircus nach Moskau. Direktor Paul selbst erhielt für seine Verdienste um diese Kulturform zahlreiche hohe Auszeichnungen seiner Heimatstadt Wien oder auch des Landes NRW und führt seit einiger Zeit den Titel eines Professors. Der studierte Grafiker und ehemalige Art Director eines österreichischen Nachrichtenmagazins machte seine persönliche Passion zum leidenschaftlich gepflegten erfolgreichen Geschäftsmodell: Mitte der 1970-er Jahre kreierte er seinen Circus, der heute in vielen Großstädten für Zuschauerschlangen sorgt, den man aus dem Fernsehen kennt und der auch schon den Hintergrund für ganze Filme bot. Kurz war die Gründungszeit mit dem Wiener Künstler André Heller, seither führt Paul Roncalli allein von Erfolg zu Erfolg. Mit originalgetreu restaurierten historischen Wagen und märchenhaftem Ambiente weckt Roncalli Erinnerungen an die ruhmreichen Jahrzehnte des Circus, als Künstler wie Picasso und Chagall den Artisten in ihren Werken ein Denkmal setzten.
Ob in Berlin oder Brüssel, München oder Moskau, Köln oder Kopenhagen, Wien, Zürich, Amsterdam oder Sevilla, das Publikum war stets von Roncallis Inszenierungen wie der legendären „Reise zum Regenbogen“ oder „All you need is laugh“ begeistert. „Wir zeigen Außergewöhnliches, Anmutiges, Anheimelndes wie auch Anrührendes in unseren Programmen“, verspricht Direktor Bernhard Paul auch für das Projekt Salto Vitale. Roncalli reist seit 2014 mit zwei unterschiedlichen Programmen durch die Lande. „Wir haben in den vergangenen 20 Jahren neben dem eigentlichen Circusgeschäft mit zahlreichen zusätzlichen Roncalli Shows immer wieder neue Akzente gesetzt, sei es in der Zusammenarbeit mit klassischen Bühnen oder bekannten Bands wie den „Höhnern.“ Genug Ausrüstung für zwei gleich schön aussehende „Roncallis“ ist vorhanden, denn Bernhard Paul nennt nicht nur eine der größten Circussammlungen der Welt sein Eigen, sondern hortet in Köln eine Fülle von Zelt- und Wagenmaterial, das in den eigenen Werkstätten liebevoll restauriert und nostalgisch mit Purpur und Blattgold „gestylt“ wird.

Roncalli_Saarbruecken

Typisch Cirkus Roncalli: Zirkus-Kunst zwischen Gestern und Morgen

Mein Circus war damals am Reißbrett entstanden. Ich wollte ihn so romantisch und so authentisch haben wie ein Circus in seiner Glanzzeit einmal war. Sägemehl musste in der Manege liegen, der Duft von Zuckerwatte die Nasen kitzeln und der Geist der Poesie die Seele streicheln. Es galt nicht unbedingt, die weltbesten Sensationen und neue Rekorde ins rote Rund zu holen. Vielmehr sollten Kleinkunst, Theater, Komik und klassische Circusartistik eine ganz neue, bisher ungekannte Symbiose eingehen“, sagt Bernhard Paul rückblickend.
Das Konzept ging seit 1976 bestens auf. Mit der legendären „Reise zum Regenbogen“ katapultierte der Wiener Grafiker und Art Director Roncalli innerhalb weniger Jahre auf den europäischen Circus Olymp. Roncalli wurde zu einer großen Marke. Mit inzwischen weit über neunzehn Millionen Besuchern zählt das seit Anfang der 80-Jahre in Köln beheimatete Unternehmen zu den erfolgreichsten und größten der Branche.
„Typisch Roncalli“ wurde schnell zur Metapher für im herkömmlichen Sinne so gar nicht zirkusgemäße Darbietungen – Paul brachte Choreographen und Comedians, Schauspieler und Sänger zusammen mit Akrobaten, Weißclowns und Artisten in die Manege. Und sie zusammen eroberten ein nach Neuem lechzendes Publikum im Sturm. „Die Klassik des Circus braucht Tradition, Moderne und Zukunft gleichermaßen“, stellte Paul fest. Mit zahlreichen unterschiedlichen Produktionen seit Mitte der 70-er Jahre (von „Die größte Poesie des Universums“ über „Die Reise zum Regenbogen“ bis „Time is Honey“) richtete der begeisterte Sammler von Circuspretiosen den Blick ebenso auf das Traditionelle des Metiers wie auch auf dessen Zukunft, bereitete späteren Broadway Stars wie dem Pantomimen David Shiner ebenso den Teppich wie dem weltberühmten freakigen „Father of Fools“, Jango Edwards. Hier zelebrierten muskulöse Goldmenschen Körperkraft, da trieben berühmteste Weißclowns wie Francesco Caroli (†) gemeinsam mit Paul als dummer August „Zippo“ ganz klassisch ihr Unwesen, tanzten Hochtalentierte ihren Tango am Trapez, während das dutzendstarke Orchester dazu live die „Habanera“ intonierte. Und immer wieder jauchzte das Publikum, wenn unerwartete und dennoch hoch willkommene inhaltliche Brüche urplötzlich das Manegen Geschehen in eine neue Richtung lenkten.

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